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05/2007
Gauklergruppe mit Ideenreichtum
Spectaculum-Wochenende im Kulturkonsum Hütten macht spontane Erlebnisse möglich

von Mario Keim


Hütten. Einen Ausflug in die Vergangenheit unternahmen am Wochenende die Teilnehmer des Kleinkunst- und Kinderfestes Spectculum in Hütten. Eingeladen hatte der Kulturkonsum Hütten, der dieses Fest seit fünf Jahren immer am dritten Wochenende im Mai veranstaltet. Doch nicht nur die Akteure waren am Freitag und Samstag in mittelalterliche Kleider geschlüpft, sondern ebenso einige Besucher. Auf der Straße in Hütten gab dies ein ungewohntes Bild ab.

Erstmals gab es auf dem Gelände oberhalb des ehemaligen Kinderkurheimes ein Frühmittelalter-Lager. Besucher waren ausdrücklich erwünscht. Den Platz für die Zelte hatte der Bund Deutscher PfadfinderInnen als Gastgeber den Familien aus Thüringen und Sachsen-Anhalt zur Verfügung gestellt.

Ganz in ihrer Tätigkeit gingen am Wochenende die einheimischen Jugendlichen der Gauklergruppe Uno et Multi auf, die mit dem Puppentheater "Rapunzel" für Unterhaltung sorgten. Der Name der Gruppe ist bei den Mitwirkenden Marlen Gräfe, Emily Schmidt, Theresa Linke und Katharina Kipper durchaus Programm. Die lateinische Wendung uno et multi war spontan enstanden und bedeutet Einer und Viele. Genau das beabsichtigen die Mädchen aus Krölpa, Rockendorf, Schlettwein und Herschdorf, die einst in einem Theaterprojekt zusammen gefunden haben und viele eigene Ideen in ihr Spiel einbringen. Gern beziehen sie Besucher in ihre vielseitigen Darbietungen ein. Das Theaterspiel kombinieren sie mit Tanz und Musik sowie Artistik. Ausgerechnet am Samstag war die Arbeit mit Publikum etwas schwierig, denn angesichts sommerlicher Temperaturen, wohl aber auch aufgrund anderer Veranstaltungen in der Region oder wegen des verlängerten Wochenendes, gab es in Hütten nicht so viele auswärtige Besucher wie in den verangenen Jahren.

Während des Zirkus-Workshops im Rahmen einer Mädchennacht haben die Mitglieder der Gauklergruppe erstmals ihre Vielseitigkeit erprobt. Seit Februar 2007 treten sie gemeinsam als Gauklergruppe auf, berichtet Katharina Spindler vom Kulturkonsum. Nach ihrer Einschätzung war das fünfte Spectaculum in Hütten mit Kochen und vielen kreativen Tätigkeiten "eine ideale Möglichkeit für alle, die sich einfach mal probieren möchten".

Der als Knappe verkleidete Sascha Thiele aus Pößneck schätzte an der Veranstaltung: "Jeder ist hier herzlich willkommen". Die offenen Angebote des Bundes Deutscher PfadfinderInnen setzen kein Mitgliedschaft voraus und sind sehr gefragt. Kreativität und die Lust am Mitmachen stehen im Vordergrund. So auch Enrico Seifert aus Jena. Er ist Erlebnispädagoge und hat die Liebe zur Kampfkunst entdeckt, die er wiederum in Seminaren an Interessenten weiter gibt. Dabei schlüpfte er am Samstag in das 40 Kilogramm schwere Kostüm eines Ritters. Er schätzt "spontane Erlebnisse" wie sie in Hütten möglich seien.

Katharina Spindler bereitet bereits die nächsten Kurse wie Schwarz-Weiß-Fotografie für Jugendliche und Erwachsene am 2. Juni vor und freut sich schon auf ihre Teilnahme als Holzbildhauerin auf der Bundesgartenschau. Am 17. Juni gestaltet sie in Gera den Tag des Saale-Orla-Kreises. Wenn es darum geht, die Region mit ihren kreativen Möglichkeiten vorzustellen, ist der Kulturkonsum in Hütten stets ein engagierter Partner. www.kultur-konsum.de

Quelle:





07/2007
Die Wikinger und Abenteurer von Hütten
KULTurkonsum der PfadfinderInnen veranstaltet ereignisreiches Zeltlager in den Ferien



Hütten (K.S.) Wikinger, Germanen, Abenteurer, so hieß das Motto der diejährigen Ferien und des Zeltlagers in Hütten im Kulturkonsum der Pfadfinderinnen. Jurte, Tipi und Igluzelte standen für Kinder, die noch etwas in der Natur erleben wollen, bereit. Es wurden Trommeln gebaut, getöpfert, gefilzt und Traumfänger gebastelt.

Jungen konnten sich im Bogenschießen probieren oder beim Baumhausbau beteiligen, ein tolles Flaggen-Fangspiel mit den "Roten Pelikanen" gegen die "Totenkopfbande" gab es. Eine Fußballmannschaft wurde gebildet, auch für Mädchen offen.

Ein Thementag widmete sich den Nordmänern. So fuhren alle mit dem Wikingerschiff auf der Saale, in stachligen Säcken und Hörnerhelmen. Es gab Spiele im Wald, am Abend gab es Schwedische Hackbällchen von einer nordgermanischen Feuerstelle.

Eine Schatzsuche wurde gestartet, ebenso konnten Mutige eine Nacht im Wald verbringen, dort, wo sich wirklich Fuchs und Hase gute Nacht sagen. Eine Feuerwehrschulung absolvierten zwölf Teilnehmer, es gab dafür eine Urkunde und das Abzeichen "Silberner Brandschutzlöwe". Als Extra-Zugabe lud die Pößnecker Feuerwehr einer Drehleiter-Fahrt mit der neuen 30 Meter hohen Feuerwehrleiter ein. Der Ausblick war super.

Den Abschluss bildete ein Wellnesstag, man konnte sich mit einem Henna-Tattoo schmücken lassen. Nicht vergessen werden sollen aber auch das Tischtennisturnier, die Disko mit Mohrenköpfen und Blaubeerkuchen und das fast tögliche Lagerfeuer mit Knüppelteig, Würstchen, spanischen Kartoffeln oder Marschmellows. Das Wetter war durchwachsen, kalte Nächte, Regen, viel Sonne, aber das hatten auch die Wikinger und Abenteurer. Vom 24. bis 26. August gibt es in Hütten ein Kurz-Camp und eventuell ein kleines Zeltcamp Bildhauern (zwei Übernachtungen) in der letzten Ferienwoche. Näher Informationen unter 03647/41 90 96.

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